Gründungsgeschichte

Die Gemeinwohlstiftung Rauenberg wurde 2012 auf Initiative des Rauenberger Bauunternehmers Hans Menges gegründet. Mit einer Spende von 100.000 Euro legte er den Grundstock für die Stiftung und stellte zusätzlich 10.000 Euro bereit, damit sie direkt nach der Gründung aktiv werden konnte. Es handelte sich um die erste Stiftung in der Geschichte der Gemeinde – ein Vorgang mit Vorbildcharakter, wie Bürgermeister Frank Broghammer damals betonte.

Ursprünglich war eine Bürgerstiftung angedacht, die jedoch mindestens 20 Stifter vorausgesetzt hätte. Gemeinsam mit Rechtsanwalt Jochen Christophel, dem Vertreter der Sparkasse Heidelberg Siegbert Moraw sowie Steuerberater und Gemeinderat Rolf Becker entstand stattdessen eine kommunale Stiftung des bürgerlichen Rechts – nach Abstimmung mit Finanzamt Sinsheim und Landratsamt Heidelberg.

Nach dem Tod von Hans Menges im Jahr 2017 vermachte er den größten Teil seines Vermögens der von ihm gegründeten Stiftung. Dadurch wuchs das Stiftungskapital auf rund 8 Millionen Euro an – bestehend aus etwa 1,5 Millionen Euro liquiden Mitteln sowie Sach- und Grundvermögen im Wert von rund 6,5 Millionen Euro, darunter 21 Immobilien mit insgesamt 29 Mietwohnungen. Aus den Erträgen dieses Vermögens finanziert die Stiftung seither ihre Fördertätigkeit, ergänzt um jährliche Zuwendungen an Vereine, die Hans Menges testamentarisch verfügt hat.

Die Person Hans Menges

Hans Menges war über Jahrzehnte hinweg als Bauunternehmer in Rauenberg tätig und prägte als Chef eines langjährig erfolgreichen Bauunternehmens wichtige Bauprojekte der Gemeinde, darunter die Mannabergschule, die kleine Mannaberghalle sowie die Kirche in Malschenberg. Er schuf über viele Jahre Arbeitsplätze für Rauenbergerinnen und Rauenberger und war seinen Beschäftigten stets ein Vorbild.

Über sein unternehmerisches Wirken hinaus setzte er sich unermüdlich für das Gemeinwohl ein und half, wo immer Hilfe gebraucht wurde – oft im Stillen und ohne nach öffentlicher Anerkennung zu streben. So rettete er 1968 mit seinen Lastwagen das Sängerfest zum 100-jährigen Bestehen des Sängerbundes vor dem Regen, und ein Jahr später stellte er nach einem verheerenden Unwetter im Angelbachtal Fahrzeuge, Geräte und Material für die Aufräumarbeiten zur Verfügung. Viele Rauenberger Vereine, darunter der VfB, profitierten über Jahrzehnte von seiner ideellen und finanziellen Unterstützung, insbesondere in der Jugendarbeit.

In Anerkennung seiner besonderen Verdienste verlieh ihm die Stadt Rauenberg 2013 die Ehrenbürgerschaft. Hans Menges verstarb am 7. Juni 2017 im Alter von 87 Jahren. Mit der Gemeinwohlstiftung Rauenberg schuf er ein Vermächtnis, das sein Engagement für die Gemeinschaft über seinen Tod hinaus fortleben lässt.

Stiftungsorgane

Stiftungsvorstand
Thomas Dewald, Fachbediensteter für das Finanzwesen der Stadt Rauenberg

Stellvertretung des Stiftungsvorstands
Nicole Figal

Stiftungskuratorium

Vorsitzender: Bürgermeister Peter Seithel

Mitglieder:

  • Stadträtin Dr. Susanne Snoj (CDU)
  • Stadtrat Torsten Specht (CDU)
  • Stadträtin Christiane Hütt-Berger (SPD)
  • Stadtrat Jan Barthel (FW)
  • Stadtrat Friso Neumann (FDP)
  • Stadtrat Manuel Steidel (B90/Grüne)

Der Stiftungsvorstand vertritt die Stiftung nach außen und verwaltet ihr Vermögen. Das Kuratorium entscheidet über die Verwendung der Erträge aus dem Stiftungsvermögen und den Haushaltsplan der Stiftung. Die Mitarbeit in beiden Gremien erfolgt ehrenamtlich.

Zweck und Ziele der Stiftung

Die Gemeinwohlstiftung Rauenberg verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke und fördert das Gemeinwohl in Rauenberg und dem Rhein-Neckar-Kreis in seiner ganzen Bandbreite. Dazu zählen insbesondere:

  • Bildung und Erziehung, Wissenschaft und Forschung
  • Jugend- und Altenhilfe sowie das öffentliche Gesundheitswesen
  • Kunst und Kultur, Umwelt- und Naturschutz
  • Landschafts- und Denkmalschutz, Heimatpflege und Heimatkunde
  • Sport
  • mildtätige Zwecke und bürgerschaftliches Engagement

Die Förderung erfolgt sowohl durch eigene Projekte der Stiftung als auch durch die ideelle und finanzielle Unterstützung anderer Körperschaften und lokaler Einrichtungen sowie durch die Vergabe von Stipendien, Beihilfen und Preisen. Ausgeschüttet werden dabei ausschließlich die Erträge aus dem Stiftungsvermögen sowie zweckgebundene Spenden – das Stiftungskapital selbst bleibt dauerhaft erhalten.

Die vollständigen Grundlagen der Stiftungsarbeit sind in der Satzung festgehalten.

Zur Satzung der Gemeinwohlstiftung Rauenberg