"Zum Glück" – Neues Bistro in Rauenberg eröffnet demnächst

Bereits vor der offiziellen Eröffnung des neuen Bistros „Zum Glück“, welche Ende März / Anfang April geplant ist, öffnete die SPHV Service gGmbH (SPHV) seine Türen in der Frauenweiler Straße für geladene Gäste. In der alten Villa Menges hat die SPHV nach zwei Jahren Bauzeit ein Bistro mit Wintergarten realisiert.  Auch Bürgermeister Peter Seithel, Stiftungsvorstand Thomas Dewald und Gemeinderäte waren neben den Handwerkern, weiteren Beteiligten und Vereinsmitgliedern unter den geladenen Gästen und beglückwünschten die Initiatoren zu dem gelungenen Projekt. 

Nachdem der 2017 verstorbene Ehrenbürger Hans Menges (Bauunternehmer) einen großen Teil seines Vermächtnisses der von ihm gegründete Gemeinwohlstiftung Rauenberg vermachte, starteten die Überlegungen, was aus seinem Wohnhaus werden könnte. Der Gemeinwohlgedanke sollte im Vordergrund stehen, und so stieß die Idee der SPHV, Wohnen und Arbeiten zusammen zu führen, auf offene Ohren bei den Stiftungsmitgliedern. Zu Hans Menges bestand durch langjährige Mietverhältnisse bereits enger Kontakt. Das Wohnhaus wurde der gemeinnützigen GmbH zur Realisierung verkauft, das Grundstück erbverpachtet und so konnte die Idee der SPHV weiter entwickelt werden. Im früheren Schwimmbad des Wohnhauses entstand ein Bistrobereich mit ähnlichem Konzept wie in der „Alten Schuhfabrik“ in Wiesloch. Hier erhalten psychisch erkrankte Menschen durch Unterstützung von Eigenständigkeit und Selbstständigkeit die berufliche Rehabilitation und Teilhabe durch arbeitsmarktorientierte Bildungsmaßnahmen und Beschäftigung innerhalb des Gaststättenbetriebs. 

Bis das neue Bistro der SPHV für den Publikumsverkehr öffnet, wird es noch ein paar wenige Wochen dauern. Doch bei der Eröffnung konnten die Gäste die neue Einrichtung in der Frauenweiler Straße schon einmal genauer in Augenschein nehmen. Im Wohnhaus des verstorbenen Rauenberger Ehrenbürgers ist nach zweijähriger Bauzeit neben dem Bistro mit Anbau, auch eine neue Wohngruppe des Sozialleistungserbringers entstanden. Dort gibt es fünf Wohnplätze für mobilitätseingeschränkte seelisch behinderte Personen. Der Bistrobetrieb wird werktags zwischen 9 Uhr und 16 Uhr geöffnet haben. Unter Mithilfe der Bewohner wird ein Mittagstisch angeboten und der Gast kann sich zwischen zwei Menüs pro Tag, welche immer frisch gekocht werden, entscheiden. Wichtig war Geschäftsführerin Melitta Wernecke und Küchenchef Andreas Janke, dass dies keine Konkurrenz für die örtlichen Betriebe sein soll, sondern die Gastgeber und deren Teilhabe am Leben im Vordergrund stehen. Weil man so viel Glück mit dem Projekt gehabt hatte, war der Name schnell gefunden. Ohne den Einsatz der beteiligten Handwerker und Firmen hätte man das Projekt nicht zum Erfolg führen können. Für Melitta Wernecke bedeutet der Name aber auch, dass man mit Menschen zusammen die kleinen Dinge genießen kann und dies kann man im neuen Bistro „Zum Glück“ bestimmt sehr gut. 

Bürgermeister Peter Seithel und Stiftungsvorstand Thomas Dewald zeigten sich überwältigt vom Ergebnis. Wer die Räumlichkeiten noch von früher kennt, wird einerseits über die Umgestaltung staunen, anderseits werden sicherlich auch alte Erinnerungen geweckt. So sind kleine Details im Haus bewusst verblieben und verleihen dem ganzen einen gewissen Charme und erzählen aus der Geschichte. Man sei froh, über die neue Einrichtung, was durchaus ein Vorzeigeobjekt des Vereins ist. 

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